Was ist in Notsituationen zu tun?
Wenn Sie sofort seelischen Beistand brauchen, sich in einer akuten Notfallsituation befinden oder sich für selbstmordgefährdet halten, rate ich Ihnen:
- Teilen Sie sich Menschen mit, denen Sie vertrauen. Das kann ein Seelsorger sein, ein Freund oder eine Freundin, Ihr Partner oder Ihre Partnerin. Bleiben Sie nicht mit Ihren belastenden Gedanken allein. Erlauben Sie, dass Ihnen geholfen wird.
- Falls Sie ein Gefühl von Handlungszwang und/oder schon einen festen (Selbstmord-)Plan haben, bitten Sie einen Menschen Ihres Vertrauens bei Ihnen zu bleiben, bis Sie professionelle Hilfe gefunden haben. Fassen Sie den Mut, diesem Menschen mitzuteilen, wie Sie sich fühlen, und bleiben Sie im Gespräch und im Kontakt.
- Machen Sie sich klar, dass auch aus ausweglos erscheinenden Situationen Wege herausführen. Sie haben ein Recht auf sofortige Hilfe – und es gibt Menschen, die Ihnen diese sofortige Hilfe gerne geben:
- Wenden Sie sich an einen Arzt oder Therapeuten (Hausarzt, Nervenarzt, Psychologischer Psychotherapeut), dem Sie vertrauen, und bitten Sie um einen sofortigen Notfalltermin.
- Rufen Sie ein Krisentelefon in Ihrer Stadt an. In Wuppertal hilft der Wendepunkt Krisendienst, Hofaue 49, 42103 Wuppertal, Telefon 0202 2442838. Der Wendepunkt Krisendienst ist montags bis freitags von 18 bis 8 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen Tag und Nacht sowohl persönlich als auch telefonisch erreichbar.
- Rufen Sie die Telefonseelsorge an, die Sie bundesweit kostenlos über Telefon 0800 1110111 oder 1110222 erreichen. Ob früh morgens oder mitten in der Nacht - am anderen Ende hat jemand Zeit und ein offenes Ohr für Sie.
- Wenden Sie sich an den ärztlichen Notdienst, der in Wuppertal über Telefon 0180 5044100 erreichbar ist.
- Fahren Sie direkt in die Notfallaufnahme einer nervenärztlichen Klinik. Für den Einzugsbereich Wuppertal ist die Evangelische Stiftung Tannenhof zuständig: Remscheider Straße 76, 42899 Remscheid, Telefon 02191 120, www.stiftung-tannenhof.de.
